Quelle: Wikipedia
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Goethe, Johann Wolfgang von, Schriftsteller (1749-1832).
Brief mit eigenhändiger Unterschrift „gehorsamst JWvGoethe“. Weimar, 7. II. 1824, 4° (23,5 x 20 cm). 1 Seite. Doppelblatt.
12000 €
An den Legationsrat und Geheimen Archivar Carl Friedrich Anton von Conta (1778- 1850) in Weimar, von Schreiberhand (John): "Ew. Hochwohlgeboren | haben wohl die Gefälligkeit nach Paris wissen zu laßen: daß die beyden Bände meiner Lebensbeschreibung nebst einem Briefe des Herrn Aubert de Vitry zu rechter Zeit angekommen; leider aber gerade im Augenblick wo ich von schwerer Krankheit befallen lag, von der ich mich noch nicht ganz erholt habe. Sobald ich dieser bedeutenden Arbeit die gehörige Aufmerksamkeit widmen kann, verfehle nicht die freundliche Sendung schuldigst zu erwidern. Diese neue Gefälligkeit dankbarlichst anerkennend [...]" - Gemeint ist François Jean Philibert Aubert de Vitrys (1765-1849) Übersetzung von Goethes "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit" (1811-14), die ...An den Legationsrat und Geheimen Archivar Carl Friedrich Anton von Conta (1778- 1850) in Weimar, von Schreiberhand (John): "Ew. Hochwohlgeboren | haben wohl die Gefälligkeit nach Paris wissen zu laßen: daß die beyden Bände meiner Lebensbeschreibung nebst einem Briefe des Herrn Aubert de Vitry zu rechter Zeit angekommen; leider aber gerade im Augenblick wo ich von schwerer Krankheit befallen lag, von der ich mich noch nicht ganz erholt habe. Sobald ich dieser bedeutenden Arbeit die gehörige Aufmerksamkeit widmen kann, verfehle nicht die freundliche Sendung schuldigst zu erwidern. Diese neue Gefälligkeit dankbarlichst anerkennend [...]" - Gemeint ist François Jean Philibert Aubert de Vitrys (1765-1849) Übersetzung von Goethes "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit" (1811-14), die unter dem Titel "Mémoires de Goethe, traduits de l'allemand" (1823) erschienen war. - Goethe war am 29. Januar erkrankt und brachte die folgenden Tage im Bett zu, bis es ihm am 31. Januar wieder besser ging und er wieder aufstand. Jedoch erst am 29. März kam er dazu, sich selbst bei Aubert de Vitry selbst zu bedanken (vgl. WA 38083): "Jeder Autor muß wissen was er seiner Nation, unter gewissen Umständen und Bedingungen mittheilen kann, der französische ist hierin beschränkter als der deutsche und muß, wenn er zu übersetzen unternimmt, eigentlich immer umbilden [...]" Die beiden Bände der "Mémoires" sind in der Büchervermehrungsliste 1824 genannt (vgl. WA III, Bd. 9, S. 333), aber heute in Goethes Privatbibliothek nicht mehr vorhanden und bei Ruppert "Goethes Bibliothek" (1958) nicht erwähnt. - Gedruckt in der Weimarer Ausgabe, Abt. IV, Bd. 38, S. 44 (nach dem Konzept, ohne den letzten Satz = WA 38029). - Gut erhalten und sehr hübsch.zzgl. Versandkosten
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Freundschaftsbillets -, .
Sammlung von 82 in Kupfer gestochenen Billets, teilweise auf Seide, teilweise in mehreren Farben gedruckt, die Illustrationen jeweils handkoloriert, reich verziert, mit ironischen, erotischen, belehrenden oder romantischen Gedichten. , Um 1800, 9 x 9 cm, 12 x 8 cm oder 8 x 10 cm.
10000 €
Reizvolle, typographisch und illustratorisch aufwendig gestaltete Sammlung von Freundschaftsemblemen, Textbeispiele: Bald wird Dich ein Myrthenkränzchen zieren, Reiz Dich der schönste Jüngling führen. An der Hand zum Traualtar und die Liebe wird Euch sanft regieren, Treu und zärtlich hundert Jahr. - Jeder Gram, der Thoren quält, sieh von Deiner Seite, und durch Unschuld neu beseelt schweb um Dich die Freude. - Dir schmecke immer wohl der beste Wein, Nimm niemals Pillen oder Pulver ein; Leg achtzig Jahre noch gesund zurücke, und brauche keine Brille keine Krücke.Reizvolle, typographisch und illustratorisch aufwendig gestaltete Sammlung von Freundschaftsemblemen, Textbeispiele: Bald wird Dich ein Myrthenkränzchen zieren, Reiz Dich der schönste Jüngling führen. An der Hand zum Traualtar und die Liebe wird Euch sanft regieren, Treu und zärtlich hundert Jahr. - Jeder Gram, der Thoren quält, sieh von Deiner Seite, und durch Unschuld neu beseelt schweb um Dich die Freude. - Dir schmecke immer wohl der beste Wein, Nimm niemals Pillen oder Pulver ein; Leg achtzig Jahre noch gesund zurücke, und brauche keine Brille keine Krücke.zzgl. Versandkosten
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Klopstock, Friedrich Gottlieb, Schriftsteller (1724 – 1803).
Eigenhändiger Brief mit Namenszug „Klopstock“ am Kopf auf der 2. Seite der gedruckten Einladung zur Subskription seines Werkes „Die Gelehrtenrepublik“. Hamburg, 7. V. 1773, 8°. Zus. 2 Seiten, davon 2/3 S. eigenh..
9800 €
An den jungen Dichterkollegen Gottfried August Bürger (1747-1794) in Gelliehausen bei Göttingen am Schluß seiner gedruckten Subskriptionseinladung zum ersten Band seiner "Gelehrtenrepublik" mit der Bitte an Bürger, Subkriptionen einzusammeln: "Um Ihnen meine Dankbarkeit für Ihr freundschaftliches Zutraun zu bezeigen habe ich angefangen etliche Anmerkungen (Hr. Cr[amer] bringt Sie Ihnen) über Ihren Homer aufzuschreiben. - Ich empfehle Ihnen diese Subscript[ion], als eine gemeinschaftliche Sache der Gelehrten. Ich habe Göttingen in die Beylage gesetzt, weil das Ihr nächster Ort ist. - - Verlangen Sie noch andre Blätter von mir; so haben Sie die Güte, mir die Örter, wo sie hinsollen, anzuzeigen. Denn die p[ro] c[ente] steigen nachdem ein Ort entfernter ist." - Bürger hatte ...An den jungen Dichterkollegen Gottfried August Bürger (1747-1794) in Gelliehausen bei Göttingen am Schluß seiner gedruckten Subskriptionseinladung zum ersten Band seiner "Gelehrtenrepublik" mit der Bitte an Bürger, Subkriptionen einzusammeln: "Um Ihnen meine Dankbarkeit für Ihr freundschaftliches Zutraun zu bezeigen habe ich angefangen etliche Anmerkungen (Hr. Cr[amer] bringt Sie Ihnen) über Ihren Homer aufzuschreiben. - Ich empfehle Ihnen diese Subscript[ion], als eine gemeinschaftliche Sache der Gelehrten. Ich habe Göttingen in die Beylage gesetzt, weil das Ihr nächster Ort ist. - - Verlangen Sie noch andre Blätter von mir; so haben Sie die Güte, mir die Örter, wo sie hinsollen, anzuzeigen. Denn die p[ro] c[ente] steigen nachdem ein Ort entfernter ist." - Bürger hatte Klopstock um die Beurteilung seiner Iliasübersetzung gebeten, seine "Anmerkungen" sind jedoch nicht erhalten. Klopstock brachte den ersten Band seiner im Druck nicht fortgesetzten Schrift "Die deutsche Gelehrtenrepublik" 1774 auf Vorbestellung (Subskription bzw. Pränumeration) heraus. Die Einwerber (Collecteurs) der Bestellungen erhielten meist Freiexemplare: "Ich denke nächstens eine Schrift auf Subscription herauszugeben, wobey die vornehmste Absicht ist, auf diese Weise einen Versuch zu machen, ob es möglich sey, daß die Gelehrten Eigenthümer ihrer Schriften werden. Denn itzt sind sie dies nur dem Scheine nach; die Buchhändler sind die wirklichen Eigenthümer weil ihnen die Gelehrten ihre Schriften [...] überlassen müssen [...]" - Drucke: Klopstock, Briefe (HKA), VI, Nr. 38. - Bürger, Briefwechsel, I, Nr. 132 (Handschrift verschollen). - Kostbares Denkmal zur Buchhandelsgeschichte und zum Urheberrecht. - Sehr selten.zzgl. Versandkosten
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Schopenhauer, Arthur, Philosoph (1788-1860).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „S[ine] L[oco] & A[nno]“ [Frankfurt],, 9. IV. (Poststempel) 1844 (erschlossen), 4°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse und Poststempel.
7500 €
Schopenhauers erster Brief (von 6) an seinen Tischgenossen, späteren engen Freund und Berater in Rechtsfragen Martin Emden (1801-1858): "Lieber Herr Doctor Emden! Es lastet auf meinem Gewissen, daß ich Ihnen gesagt habe, ich wäre jeden Abend im Weidenbusch zu finden; wodurch Sie vielleicht bewogen worden sind, dort einzusprechen; während ich, von der Menge der Meßferianten schon seit 8 Tagen von dort vertrieben und in meinen alten Stall, den Englischen Hof, zurückgebracht bin, wo es jetzt, zumal im hinteren Zimmer, hübsch geräumig und still ist: davon ich Sie bitte, sich baldigst zu überzeugen zur herzlichen Freude Ihres aufrichtig ergebenen A. Schopenhauer". - Die erwähnten Frankfurter Gaststätten Weidenbusch (Steinweg) und Englischer Hof (Roßmarkt; Schopenhauers Stammlokal) ...Schopenhauers erster Brief (von 6) an seinen Tischgenossen, späteren engen Freund und Berater in Rechtsfragen Martin Emden (1801-1858): "Lieber Herr Doctor Emden! Es lastet auf meinem Gewissen, daß ich Ihnen gesagt habe, ich wäre jeden Abend im Weidenbusch zu finden; wodurch Sie vielleicht bewogen worden sind, dort einzusprechen; während ich, von der Menge der Meßferianten schon seit 8 Tagen von dort vertrieben und in meinen alten Stall, den Englischen Hof, zurückgebracht bin, wo es jetzt, zumal im hinteren Zimmer, hübsch geräumig und still ist: davon ich Sie bitte, sich baldigst zu überzeugen zur herzlichen Freude Ihres aufrichtig ergebenen A. Schopenhauer". - Die erwähnten Frankfurter Gaststätten Weidenbusch (Steinweg) und Englischer Hof (Roßmarkt; Schopenhauers Stammlokal) wurden gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet und beherbergten nacheinander bis 1860 den Konzertsaal der Frankfurter Museumsgesellschaft, wo Künstler wie Berlioz, Mendelssohn, Paganini und Wagner konzertierten. Beide Häuser wurden später durch gründerzeitliche Neubauten ersetzt und im II. Weltkrieg zerstört. - Schopenhauers Briefe an Emden zeigen eine fortlaufende Entwicklung von anfänglicher Zurückhaltung und Förmlichkeit zu immer größerer Vertraulichkeit; um 1848/49 nennt er ihn sogar "Lieber Schatz". In seinem Testament vom 26. Juni 1852 hat Schopenhauer seine Bibliothek seinem "besten, vieljährigen Freund" Martin Emden vermacht. Da der designierte Testamentsvollstrecker Emden aber bereits am 3. November 1858, also vor Schopenhauer, starb, kamen die Bücher an den Biographen Wilhelm Gwinner, der den Großteil über den Frankfurter Antiquar Joseph Baer zum Verkauf brachte. - Vgl. P. Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden, Bd. III, S. 530. - Druck: Gesammelte Briefe (2. Aufl. 1987), Nr. 197 (nach dem Erstdruck). - Kleine Einrisse in der Knickfalte, rechts unten Siegelausriss.zzgl. Versandkosten
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Ryman, Herbert Dickens (Herb), Grafiker und Zeichner bei Disney (1910-1989).
„Suite in Lines“. Klebealbum mit 65 mont. aquarellierten Federzeichnungen und Widmungsblatt mit kolor. Initiale und Unterschrift „Herbert“. Los Angeles, „Christmas 1959“, 4° (25 x 19 cm). Auf 43 Karton-Blättern (diese etw. gebräunt). Pp. d. Zt. (Vordergelenk schadhaft) mit Deckelbordüre, im hinteren Innendeckel „The American Binder Company, Inc. New York Ciry“.
4500 €
Sehr hübsche Sammlung teilweise ganzseitiger kolorierer Federzeichnungen, zum Teil mit Zirkusdarstellungen. - Das ebenfalls montierte Widmungsblatt ist an Ida Randolph Spragge (verh. Costain) gerichtet, die Gattin des Schriftstellers Thomas B. Costain, für den Ryman 1955 die Novelle "Tontin" illustriert hatte: "Suite in Lines is a collection of 65 pen and water color sketches which I made for you. They were drawn with ink directly on paper without the help of preliminary pencil lines. Never before in my life had I felt such a deep and lasting urge and interest in doing creative work than drawing these sketches. If they should please and amuse you, I shall feel being compensated to the fullest extent. To you, dearest Ida, in deep affection. Herbert." - Ryman first worked as a storyboard ...Sehr hübsche Sammlung teilweise ganzseitiger kolorierer Federzeichnungen, zum Teil mit Zirkusdarstellungen. - Das ebenfalls montierte Widmungsblatt ist an Ida Randolph Spragge (verh. Costain) gerichtet, die Gattin des Schriftstellers Thomas B. Costain, für den Ryman 1955 die Novelle "Tontin" illustriert hatte: "Suite in Lines is a collection of 65 pen and water color sketches which I made for you. They were drawn with ink directly on paper without the help of preliminary pencil lines. Never before in my life had I felt such a deep and lasting urge and interest in doing creative work than drawing these sketches. If they should please and amuse you, I shall feel being compensated to the fullest extent. To you, dearest Ida, in deep affection. Herbert." - Ryman first worked as a storyboard illustrator for MGM during Hollywood's "golden age". In 1938 he met Walt Disney as a result of an exhibit of Ryman's works at the Chouinard Art Institute.Walt was so impressed with the paintings that he invited Herb to join the Walt Disney Studios (Burbank). Herb went on to serve as an art director for such feature-length animated films as Fantasia and Dumbo. During the summers of 1949 and 1951, Ryman took a leave of absence and travelled with the Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus, living among the performers and documenting the circus in his paintings. 1953 Disney asked Ryman to render the artwork for a Disney envisioned theme park. Disney and Ryman worked non-stop throughout the weekend creating a large pencil sketch and several other drawings illustrating the project, including the Sleeping Beauty Castle, Main Street, USA, Jungle Cruise and Pirates of the Caribbean. - Vgl. D. Mumford and B. Gordon, A Brush with Disney [...] Told through the words and works of Herbert Dickens Ryman. 2000.zzgl. Versandkosten
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Stolberg-Stolberg, Friedrich Leopold Graf zu, Schriftsteller (1750-1819).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Hannover, 19. X. 1814, 4°. 3 Seiten. Mit Adresse, zwei Poststempeln und papiergedecktem Siegel.
3000 €
An Jean André Deluc in Windsor, wo dieser auch am 7. November 1817 starb. Deluc notierte unter der Anrede: "Repondre le 28, a envoyé ma lettre à Mad. Zimmermann." Damit war wohl die Witwe des 1795 in Hannover verstorbenen kgl. großbritannischen Leibarztes Johann Georg Zimmermann gemeint. Stolberg blickt zurück auf mehrere Ortsveränderungen und schreibt: "[...] J'ai quitté Munster, et depuis quelques ans je me suis établi à une campagne de la comté de Ravensberg, ou je file des jours tranquilles et heureux avec ma femme et mes enfans, jouissant d'un bonheur [...]" Es folgen ausführliche religiöse Erörterungen, die er mit den Worten abschließt: "Dieu a fait des miracles évidens, il a surement de grandes vues. Il a visité les peuples de l'Europe dans ses miséricordes. Il a ...An Jean André Deluc in Windsor, wo dieser auch am 7. November 1817 starb. Deluc notierte unter der Anrede: "Repondre le 28, a envoyé ma lettre à Mad. Zimmermann." Damit war wohl die Witwe des 1795 in Hannover verstorbenen kgl. großbritannischen Leibarztes Johann Georg Zimmermann gemeint. Stolberg blickt zurück auf mehrere Ortsveränderungen und schreibt: "[...] J'ai quitté Munster, et depuis quelques ans je me suis établi à une campagne de la comté de Ravensberg, ou je file des jours tranquilles et heureux avec ma femme et mes enfans, jouissant d'un bonheur [...]" Es folgen ausführliche religiöse Erörterungen, die er mit den Worten abschließt: "Dieu a fait des miracles évidens, il a surement de grandes vues. Il a visité les peuples de l'Europe dans ses miséricordes. Il a été avec nous dans les combats, il a opéré un changement sensible dans les coeurs. On le cherche, on le trouvera [...]" Stolberg erwähnt gemeinsame Bekannte in Hannover: die oben genannte Luise M. von Zimmermann, den Arzt Heinrich Matthias Marcard und den Philosophen Georg Heinrich Feder. Am Schluß seines Briefes gibt er dem "très chèr et très respectable ami" seine Adresse an: "à Tatenhausen près Bielefeld en Westphalie". - Leicht gebräunt; am Kopf des Briefes Eintragungen in roter und blauer Tinte; Siegelausschnitt. - Nicht in den Briefverzeichnissen von Behrens und Hempel.zzgl. Versandkosten
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Stolberg-Stolberg, Friedrich Leopold Graf zu, Schriftsteller (1750-1819).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „à la campagne près Münster“, 7. VII. 1807, 4°. 3 1/4 Seiten. Doppelblatt mit Adresse, zwei Poststempeln und Siegelresten.
3000 €
An "Monsieur de Luc lecteur de S. Mté la Reine de la Grande Bretagne à Windsor en Angleterre". Diese Adresse ist durchgestrichen und die neue von anderer Hand auf das Adressfeld geschrieben: "J A Deluc Esq. at Miss Burges Ashfield ... Devon". Jean André Deluc (auch de Luc; 1727-1817), Geologe, Mineraloge und Meteorologe aus Genf, war 1773 Vorleser und Physiklehrer der engl. Königin in London, wo Lichtenberg ihn kennenlernte. 1776 und 1786 lebte er in Göttingen. Ende 1797 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt, trat die Stelle jedoch nie an. Er war bekannt mit dem niederl. Philosophen Hemsterhuis, der Fürstin Gallitzin, Sophie von La Roche und dem sog. "Kreis von Münster", dem auch Stolberg angehörte. In der Hauskapelle der Fürstin Gallitzin in Münster war Stolberg mit seiner ...An "Monsieur de Luc lecteur de S. Mté la Reine de la Grande Bretagne à Windsor en Angleterre". Diese Adresse ist durchgestrichen und die neue von anderer Hand auf das Adressfeld geschrieben: "J A Deluc Esq. at Miss Burges Ashfield ... Devon". Jean André Deluc (auch de Luc; 1727-1817), Geologe, Mineraloge und Meteorologe aus Genf, war 1773 Vorleser und Physiklehrer der engl. Königin in London, wo Lichtenberg ihn kennenlernte. 1776 und 1786 lebte er in Göttingen. Ende 1797 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt, trat die Stelle jedoch nie an. Er war bekannt mit dem niederl. Philosophen Hemsterhuis, der Fürstin Gallitzin, Sophie von La Roche und dem sog. "Kreis von Münster", dem auch Stolberg angehörte. In der Hauskapelle der Fürstin Gallitzin in Münster war Stolberg mit seiner Frau Pfingsten 1800 zum kath. Glauben übergetreten. - Stolberg schreibt dem "très chèr et très respectable ami", dass er auf Grund der Kriegswirren erst jetzt auf dessen Brief vom 6. Oktober 1806 antworten könne, da der Postverkehr zwischen Großbritannien und dem Kontinent gestört sei. Diesen Brief schicke er jetzt über Hamburg. Dann behandelt er ausführlich religiöse Fragen: "Je ne me serr jamais de l'expression religion naturelle, le mot de religion supposant une révélation, soit vraye ou fausse. Je croix que tout ce que la raison, laissée à elle seule, peut voir avec certitude, c'est l'existence de Dieu, manifestée par l'existence de la nature, et par l'ordre admirable qui s'y trouve [...]" Dann berichtet er von der Geburt seiner Tochter am 12. April. Er habe nun 14 lebende Kinder, von denen 12 zu Hause lebten. "J'en ai trois dans le ciel. Nous coulons des jours heureux, ma femme et moi, malgré les malheurs du tems, malgré la perspective qui humainement parlant s'offre à nos enfans. Dieu y pourvoira! [...] J'attens avec impatience Votre portrait en estampe. Milady Findlater, en passant par Altona, pour se rendre en Ecosse, en a donné quelques exemplaires à une de mes connoissances, qui connoissont mon profond attachement pour Vous [...]" - Kleiner Siegelausriß; das ursprüngliche Adressfeld unmerklich mit Chinapapier restauriert. - Nicht in den Briefverzeichnissen von Behrens und Hempel.zzgl. Versandkosten
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Berg, Alban, Komponist (1885-1935).
Der Wein. Konzertarie mit Orchester. (Partitur). Wien, Universal-Edition, 1931, Gr.-Fol. (36 x26,5 cm) 56 S. Graue OKart. mit grünem Lwd.-Rücken (leicht fleckig, unteres Gelenk etw. lädiert), Vorderdeckel mit masch. Aufkleber; in blauem Hlwd.-Schuber..
2980 €
Äußerst seltene, nie im Handel erschienene Erstausgabe der vollständigen Orchesterpartitur, die auch Redlich in seiner wichtigen Berg-Biographie unbekannt blieb ("Partitur nicht veröffentlicht"). - Arbeitsexemplar von Karl Böhm mit eigh. Besitzvermerk. - Am Schluß des Bandes ist das Titelblatt zu dem von Erwin Stein geschaffenen und 1930 erschienenen Klavierauszug eingeklebt. Es weist eine eigenh. Widmung von Alban Berg an Karl Böhm auf, datiert Darmstadt 28. Februar 1931: "Auf Ihr Wohl, mein lieber Doktor Böhm: [DE]N [WEIN], und wenn's auch nur ein österreichischer ist, [Alban Berg] in Darmstadt am 28. 2. 31". Berg hat den Titeldruck in seine Widmung mit einbezogen. - Im Frühjahr 1929 war Ruzena Herlinger, eine auf zeitgenössische Musik spezialisierte Wiener Sängerin ...Äußerst seltene, nie im Handel erschienene Erstausgabe der vollständigen Orchesterpartitur, die auch Redlich in seiner wichtigen Berg-Biographie unbekannt blieb ("Partitur nicht veröffentlicht"). - Arbeitsexemplar von Karl Böhm mit eigh. Besitzvermerk. - Am Schluß des Bandes ist das Titelblatt zu dem von Erwin Stein geschaffenen und 1930 erschienenen Klavierauszug eingeklebt. Es weist eine eigenh. Widmung von Alban Berg an Karl Böhm auf, datiert Darmstadt 28. Februar 1931: "Auf Ihr Wohl, mein lieber Doktor Böhm: [DE]N [WEIN], und wenn's auch nur ein österreichischer ist, [Alban Berg] in Darmstadt am 28. 2. 31". Berg hat den Titeldruck in seine Widmung mit einbezogen. - Im Frühjahr 1929 war Ruzena Herlinger, eine auf zeitgenössische Musik spezialisierte Wiener Sängerin tschechischer Herkunft, die Berg über die ISCM kennengelernt hatte, an den Komponisten mit der Bitte heran, eine Arie mit Orchesterbegleitung für sie zu schreiben. Sie bot dem Komponisten ein Honorar von fünftausend österreichischen Schilling an, was sehr verlockend war, obwohl der Auftrag eine Unterbrechung der Arbeit an "Lulu" bedeutete. Berg entschied sich für Baudelaires "Le Vin" in der deutschen Übersetzung von Stefan George und begann Ende Mai mit der Komposition, die er am 23. Juli bzw. einen Monat später mit der vollständigen Orchestrierung abschloss. - Neben dem Autograph von Berg ist das vorliegende Handexemplar von Karl Böhm (1894-1981) durch die außerordentlich vielen und wichtigen, auf den Komponisten zurückgehenden Eintragungen in blauem und rotem Bleistift, die wohl wichtigste Quelle zu dieser Komposition von Berg. Karl Böhm war in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg am engsten mit Bergs Musik verbunden und hat in den frühen 1960er Jahren "Wozzeck" und "Lulu" für die Deutsche Grammophon aufgenommen. - Erste Seite der Partitur mit hinterlegten Einrissen (Klebeband). - Vgl. Hans Schneider Kat. 285 (1985), Nr. 421 (7200.- DM).zzgl. Versandkosten
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Dvorák, Antonín, Komponist (1841-1904).
Gedrucktes und handschriftlich ausgefülltes Dokument mit eigenhändiger Unterschrift „Ant. Dvorák“. Prag, 10. VII. 1903, Fol. (33 x 23 cm). 3 Seiten. Doppelblatt mit Siegelstempel und Stempelmarke.
2800 €
Sehr seltenes Dokument aus Dvoráks Zeit als Prager Konservatoriumsdirektor (1901-04). - Abschlußzeugnis für die 22-jährige Pianistin Hedwig Oesterreicher aus Prag, die das Konservatorium von 1894-1903 besucht hatte. Ihr wird eine bedeutende künstlerische Begabung bescheinigt. Außer der Unterschrift Dvoráks mit weiteren Unterschriften bedeutender Lehrer: I. Heinrich (Jindrich) Kaan von Albest, Pianist und Komponist (1852-1926). Im März 1884 begleitete Kaan seinen Freund Dvorák nach London. 1889 wurde er Lehrer am Prager Konservatorium und 1907 dessen Direktor. - II. und III. Josef Foerster, Organist und Komponist (1833-1907). Vater von Joseph Bohuslav Foerster. - IV. Karel Hoffmeister, Pianist, Klavierpädagoge und Musikwissenschaftler (1868-1952). Schüler und Nachfolger von ...Sehr seltenes Dokument aus Dvoráks Zeit als Prager Konservatoriumsdirektor (1901-04). - Abschlußzeugnis für die 22-jährige Pianistin Hedwig Oesterreicher aus Prag, die das Konservatorium von 1894-1903 besucht hatte. Ihr wird eine bedeutende künstlerische Begabung bescheinigt. Außer der Unterschrift Dvoráks mit weiteren Unterschriften bedeutender Lehrer: I. Heinrich (Jindrich) Kaan von Albest, Pianist und Komponist (1852-1926). Im März 1884 begleitete Kaan seinen Freund Dvorák nach London. 1889 wurde er Lehrer am Prager Konservatorium und 1907 dessen Direktor. - II. und III. Josef Foerster, Organist und Komponist (1833-1907). Vater von Joseph Bohuslav Foerster. - IV. Karel Hoffmeister, Pianist, Klavierpädagoge und Musikwissenschaftler (1868-1952). Schüler und Nachfolger von Kaan, Verfasser einer Monographie über Dvorák (Prag 1924; London 1928). - V. Symphorien Oudin, Französisch-Lehrer. - VI. Luigi Tonelli, Italienisch-Lehrer. - Hedwig Oesterreicher ist erwähnt in: Johann Branberger, Das Konservatorium für Musik in Prag, 1911, S. 347 (auch auf der Website des Sophie-Drinker-Intituts). Über ihre spätere Tätigkeit ist bisher nichts bekannt. - Mit großem braunem Fleck. Einrisse in den Knickfalten teilw. alt hinterlegt.zzgl. Versandkosten
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Redouté, Pierre Josephe, Maler und Grafiker (1759-1840).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Paris, 12. IX. 1828, 4° (16 x 20 cm). 1 Seite.
2400 €
An Mr. Renorine, den er um die Rechnung für den gelieferten Voltaire bittet, damit er ein Rosenbild im Wert von 1500 Francs damit verrechnen kann: "Fourny à Monsieur Renorine, un exemplaire des Roses forma in folio au prix de quinze cent francs, qui ont été livré en échange et par ordre de publication, en échange d'un solitaire jaune à régler les ouvrages terminés, or donc je vous prie, Monsieur, d'avoir la bonté de faire mon compte pour que nous puissions régler ensemble je suis prêt s'y redoit à vous payer." - Mit älterem Sammlungsumschlag. - Rückseitig Regeste. - Sehr selten.An Mr. Renorine, den er um die Rechnung für den gelieferten Voltaire bittet, damit er ein Rosenbild im Wert von 1500 Francs damit verrechnen kann: "Fourny à Monsieur Renorine, un exemplaire des Roses forma in folio au prix de quinze cent francs, qui ont été livré en échange et par ordre de publication, en échange d'un solitaire jaune à régler les ouvrages terminés, or donc je vous prie, Monsieur, d'avoir la bonté de faire mon compte pour que nous puissions régler ensemble je suis prêt s'y redoit à vous payer." - Mit älterem Sammlungsumschlag. - Rückseitig Regeste. - Sehr selten.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Benn“. Ohne Ort (Berlin), 14. IX. 1933, Gr.-8° (22,5 x 14 cm). 2 Seiten. Doppelblatt.
1800 €
An die Journalistin Käthe von Porada (1891-1985) in Paris. Der neunzehnte Brief der Folge: "Reizende Briefe! Besonders der letzte! Ach, sowas ist genussreich! Ich war sehr böse im vorigen zu lesen, dass Sie wieder einen traurigen vernichtet hatten und nicht abgesandt, trotz des ausdrücklichen Hinweises meinerseits, sie an mich zu schicken! Süsse, reizende Kati! Ich war so über alle Maassen erkältet, hatte Fieber, Husten, - zum ersten Mal in meinem Leben habe ich gehustet und gleich sehr gründlich. War mehr als erkältet: tief erkrankt, schwerer Stoß ins Zentrum, Absinken, Altern, Sie haben recht, nicht für sich, gnädige Frau, für mich. Heute geht es mir besser. Das Hiersein meiner Tochter [Nele] strengt mich auch enorm an. Bin so absolut nicht gewohnt, ununterbrochen mit ...An die Journalistin Käthe von Porada (1891-1985) in Paris. Der neunzehnte Brief der Folge: "Reizende Briefe! Besonders der letzte! Ach, sowas ist genussreich! Ich war sehr böse im vorigen zu lesen, dass Sie wieder einen traurigen vernichtet hatten und nicht abgesandt, trotz des ausdrücklichen Hinweises meinerseits, sie an mich zu schicken! Süsse, reizende Kati! Ich war so über alle Maassen erkältet, hatte Fieber, Husten, - zum ersten Mal in meinem Leben habe ich gehustet und gleich sehr gründlich. War mehr als erkältet: tief erkrankt, schwerer Stoß ins Zentrum, Absinken, Altern, Sie haben recht, nicht für sich, gnädige Frau, für mich. Heute geht es mir besser. Das Hiersein meiner Tochter [Nele] strengt mich auch enorm an. Bin so absolut nicht gewohnt, ununterbrochen mit jemandem zu reden und zu sein. Die grösste Anstrengung, die mir vorstellbar ist. Morgen ist es vorbei: Dabei ist sie ein ganz reizendes kluges Wesen, mir sehr verwandt. | Schrecklich, was das Leben einem alles an Zerstreuendem und Ablenkendem auferlegt, statt dass man immer konzentriert sein kann. | Dann ein neuer, schwerer, man kann schon sagen übler Angriff in einem neuen Emigrantenblatt gegen mich: ich bin und habe: Tücke, Niedertracht, Mangel an Scham, Mangel an Geist, letzter Tiefstand, halb pathologisch, halb gemein, ekelerregend, hysterisch, Raserei der Brutalität usw. Darüber ein andermal mehr. Heute nur viele Grüsse und Gedanken an Sie. Meine Tochter lässt Sie schön grüssen. Stört Sie das vielleicht? [...]" - Druck: Meine Begegnung mit G. B., S. 138 f. - Gemeint ist die bekannte Kontroverse zwischen Benn und Klaus Mann, der im ersten Heft der Exilzeitschrift "Die Sammlung" im September 1933 "Gottfried Benn. Oder: Die Entwürdigung des Geistes" veröffentlicht hatte.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Benn“. Ohne Ort (Berlin), 9. VII. 1933, 8° (14,7 x 10,5 cm). 2 Seiten. Briefkopf „Dr. med. Gottfried Benn“. Kartonpapier.
1800 €
An die Journalistin Käthe von Porada (1891-1985). Der dritte Brief der Folge: "Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Bin sehr froh, daß Sie gut zu Hause angekommen sind. Vielleicht rufe ich [Max] Beckmann an, würde gerne jemanden sehn, der Sie kennt, den Sie so gernhaben, bin aber nicht sehr erpicht auf neue Menschen, gehe ja nirgends hin. Denke oft an Sie, gnädige Frau, werfe oft einen Blick in Ihr Gesicht, kürzlich fiel mir ein, dass ich garnicht wusste, was für Schuhe Sie eigentlich trugen, sonst weiss ich alles. - Eine meiner Lieblingsstellen von mir ist jenes Sopransolo im 1. Teil des Oratoriums ["Das Unaufhörliche", vertont von Paul Hindemith 1931]: 'wenn es in Blüte steht ...' u.s.w. Sowas kann man nicht machen, sowas entsteht. Ewiger Traum, dass man etwas nicht macht, ...An die Journalistin Käthe von Porada (1891-1985). Der dritte Brief der Folge: "Vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Bin sehr froh, daß Sie gut zu Hause angekommen sind. Vielleicht rufe ich [Max] Beckmann an, würde gerne jemanden sehn, der Sie kennt, den Sie so gernhaben, bin aber nicht sehr erpicht auf neue Menschen, gehe ja nirgends hin. Denke oft an Sie, gnädige Frau, werfe oft einen Blick in Ihr Gesicht, kürzlich fiel mir ein, dass ich garnicht wusste, was für Schuhe Sie eigentlich trugen, sonst weiss ich alles. - Eine meiner Lieblingsstellen von mir ist jenes Sopransolo im 1. Teil des Oratoriums ["Das Unaufhörliche", vertont von Paul Hindemith 1931]: 'wenn es in Blüte steht ...' u.s.w. Sowas kann man nicht machen, sowas entsteht. Ewiger Traum, dass man etwas nicht macht, sondern dass es entsteht. - Ihnen merkwürdig verbunden [... kopfstehend auf der ersten Seite: Bitte das Stück!]" - Druck: Meine Begegnung mit G. B., S. 121 f. - Käthe von Porada hatte ein Stück "Die Heiligen" geschrieben, eine Art Märchenspiel in gebundener Sprache (ungedruckt).zzgl. Versandkosten
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Grimm, Jacob, Sprachforscher (1785-1863).
Eigenh. Widmungsblatt mit Unterschrift Ohne Ort (Berlin), 27. IV. 1854, Gr.-8° (26 x 18 cm). 1 Seite.
1750 €
"von einem alten schüler und freund überreicht. | 27 apr. 1854 | Jac. Grimm." - Möglicherweise Widmung an Friedrich Carl von Savigny (1779-1861). Vorsatzblatt aus einem Buch; Grimm könnte Savigny sein Werk "Deutsche Rechtsalterthümer" (2. Aufl. 1854) gewidmet haben. - Gering fleckig."von einem alten schüler und freund überreicht. | 27 apr. 1854 | Jac. Grimm." - Möglicherweise Widmung an Friedrich Carl von Savigny (1779-1861). Vorsatzblatt aus einem Buch; Grimm könnte Savigny sein Werk "Deutsche Rechtsalterthümer" (2. Aufl. 1854) gewidmet haben. - Gering fleckig.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Benn“ sowie eigenh. Widmung mit Unterschrift „Gottfried Benn“. Berlin, 25. III. 1949, Verschied. Formate. Zus ca. 3 Seiten.
1750 €
Brief in Kugelschreiber auf grau getöntem Papier an den Journalisten Edwin Kurt Wiechmann (Pseud. E. Montijo; 1907-?): "[...] vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kaufte mir daraufin den Telegraf - nun er wirft mich nicht um. Ich bin so viel in meinem Leben angegriffen und angepöbelt worden, - das gehört mit dazu. Anbei ein Heft des 'Merkur' und neuen Sachen von mir und über mich. Der 'Berliner Brief' [Merkur, Heft 2, Febr. 1849] wird auch seine Gegner finden. Mit offenen Armen bin ich noch nie aufgenommen worden u. wünschte es auch garnicht. Kunst ist ja nichts, was verstanden werden kann, sie hinterlässt Eindrücke und streut keine aus, das ist ihr Los. Meine neuen Bücher kann ich Ihnen leider nicht senden, da ihre Versendung hierher so schwierig ist, dass ich selber ...Brief in Kugelschreiber auf grau getöntem Papier an den Journalisten Edwin Kurt Wiechmann (Pseud. E. Montijo; 1907-?): "[...] vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kaufte mir daraufin den Telegraf - nun er wirft mich nicht um. Ich bin so viel in meinem Leben angegriffen und angepöbelt worden, - das gehört mit dazu. Anbei ein Heft des 'Merkur' und neuen Sachen von mir und über mich. Der 'Berliner Brief' [Merkur, Heft 2, Febr. 1849] wird auch seine Gegner finden. Mit offenen Armen bin ich noch nie aufgenommen worden u. wünschte es auch garnicht. Kunst ist ja nichts, was verstanden werden kann, sie hinterlässt Eindrücke und streut keine aus, das ist ihr Los. Meine neuen Bücher kann ich Ihnen leider nicht senden, da ihre Versendung hierher so schwierig ist, dass ich selber kaum ein pa[a]r Exemplare habe. Anbei ein sehr fragwürdiges, aber mir nahestehendes, '3 Alte Männer'. Mit herzlichem Dank u. Gruss Ihr Benn." - Beiliegend das im Brief erwähnte Buch mit Benns eigenh. Widmung und U. "Herrn E K Wiechmann | (E. Montijo) | mit freundlichem Gruss. | Gottfried Benn". Auf dem Vorsatzblatt von: Ders., Drei alte Männer. Gespräche. Wiesbaden, Limes-Verlag, 1949. 8°. 48 Seiten. OPp. Erste Ausgabe. - Lohner-Z. 2.86. Raabe-H. 24.26. - Titelblatt mit eigenh. Einfügung "Zwei" von Benn vor dem Untertitel "Gespräche". - Titel gestempelt "E. K. Wiechmann." - Ebenfalls beiliegend die Originalausgabe der im Brief erwähnten Zeitung "Telegraf" (Nr. 52, 4. Jg., Mittwoch, 16. März 1949, Gr.-Fol. 6 Seiten) mit dem von Walther G. Oschilewski anonym veröffentlichten Artikel "Schatten der Vergangenheit" über Benn, der darauf hinweist "daß dieser Mann von europäischem Format der erste gewesen ist, der den Nationalsozialismus als ein elementares Phänomen und als eine fruchtbare geschichtliche Erscheinung ansah [...]" - Gut erhalten. - Faszinierendes unveröffentlichtes Ensemble.zzgl. Versandkosten
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Webern. Anton von, Komponist (1883-1945).
Eigenh. Postkarte mit Unterschrift „Webern“. Maria Enzensdorf bei Wien, 22. II. 1938, 1 Seite. Mit Adresse.
1500 €
An den Kapellmeister Rudolf Weirich (1886-1963) in Wien wegen Rundfunkaufnahmen: "Lieber Herr Dr. Weirich, ich bin gern bereit, Sie am Freitag von 19h25 - 22h10 zu vertreten und bitte Sie (Ihrem Vorschlag folgend), dafür am Samstag die Sendungen von 19h25 - Schluß - es sind nur 2, die für uns in Betracht kommen - für mich zu übernehmen [...]" - Weirich studierte 1904-10 bei Arnold Schönberg Komposition. 1930-39 war er Mitarbeiter beim Sender Wien der 1924 gegründeten ersten österreichische Rundfunkgesellschaft "RAVAG". Webern selbst war seit 1927 als Dirigent der Rundfunkkonzerte und seit 1930 als Fachberater, Lektor und Zensor bei der RAVAG tätig.An den Kapellmeister Rudolf Weirich (1886-1963) in Wien wegen Rundfunkaufnahmen: "Lieber Herr Dr. Weirich, ich bin gern bereit, Sie am Freitag von 19h25 - 22h10 zu vertreten und bitte Sie (Ihrem Vorschlag folgend), dafür am Samstag die Sendungen von 19h25 - Schluß - es sind nur 2, die für uns in Betracht kommen - für mich zu übernehmen [...]" - Weirich studierte 1904-10 bei Arnold Schönberg Komposition. 1930-39 war er Mitarbeiter beim Sender Wien der 1924 gegründeten ersten österreichische Rundfunkgesellschaft "RAVAG". Webern selbst war seit 1927 als Dirigent der Rundfunkkonzerte und seit 1930 als Fachberater, Lektor und Zensor bei der RAVAG tätig.zzgl. Versandkosten
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Liszt, Franz, Komponist (1811-1886).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „F. Liszt“. Berlin, 24. IV. 1881, 8°. 1 Seite. Doppelblatt.
1500 €
An einen Freund in Berlin, wahrscheinlich Benjamin Bilse (1816-1902), mit Dank für das am 24. April 1881 in Berlin vom dortigen Wagner-Verein organisierte Liszt-Fest: "Verehrter lieber Freund, Herzlichen Händedruck für Ihre so schöne, poetische 'Liszt Begrüssung' in Berlin. Stets dankend und getreu ergebenst [...]" - "Towards the end of April, we find him in Berlin, where Benjamin Bilse conducted an all-Liszt concert in his honour. On April 25 he attended the first Berlin performance of 'Christus', which was followed two days later by an all-Liszt concert conducted by Bülow." (Walker III, 401). - Minimale Randbräunung.An einen Freund in Berlin, wahrscheinlich Benjamin Bilse (1816-1902), mit Dank für das am 24. April 1881 in Berlin vom dortigen Wagner-Verein organisierte Liszt-Fest: "Verehrter lieber Freund, Herzlichen Händedruck für Ihre so schöne, poetische 'Liszt Begrüssung' in Berlin. Stets dankend und getreu ergebenst [...]" - "Towards the end of April, we find him in Berlin, where Benjamin Bilse conducted an all-Liszt concert in his honour. On April 25 he attended the first Berlin performance of 'Christus', which was followed two days later by an all-Liszt concert conducted by Bülow." (Walker III, 401). - Minimale Randbräunung.zzgl. Versandkosten
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Friedrich III. (als Kronprinz Friedrich Wilhelm), Deutscher Kaiser, König von Preußen (1831-1888).
Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift „Friedrich R[ex]“. Charlottenburg, 8. V. 1888, 4° (27 x 21 cm). 1 Seite. Doppelblatt.
1500 €
An den Generalleutnant Alexander von Kameke (1825-1892), Kommandant von Stettin: "Ich bewillige Ihnen auf Ihr Gesuch vom 29. April c[urrente] hierdurch den Abschied mit der gesetzlichen Pension und stelle Sie zugleich, in gnädiger und dankender Anerkennung Ihrer langjährigen treuen und guten Dienste mit Ihrer Pension zur Disposition [...]" - Sehr selten aus seiner Zeit als Kaiser, da Friedrich III. bekanntlich nur vom 9. März bis zu seinem Tod am 15. Juni 99 Tage lang amtieren konnte. - Kameke "wurde am 3. August 1886 Kommandant von Stettin und erhielt in dieser Eigenschaft am 22. März 1887 den Charakter als Generalleutnant. Am 17. September 1887 wurde ihm das Patent zu seinem Dienstgrad verliehen. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Kameke am 8. Mai 1888 mit der ...An den Generalleutnant Alexander von Kameke (1825-1892), Kommandant von Stettin: "Ich bewillige Ihnen auf Ihr Gesuch vom 29. April c[urrente] hierdurch den Abschied mit der gesetzlichen Pension und stelle Sie zugleich, in gnädiger und dankender Anerkennung Ihrer langjährigen treuen und guten Dienste mit Ihrer Pension zur Disposition [...]" - Sehr selten aus seiner Zeit als Kaiser, da Friedrich III. bekanntlich nur vom 9. März bis zu seinem Tod am 15. Juni 99 Tage lang amtieren konnte. - Kameke "wurde am 3. August 1886 Kommandant von Stettin und erhielt in dieser Eigenschaft am 22. März 1887 den Charakter als Generalleutnant. Am 17. September 1887 wurde ihm das Patent zu seinem Dienstgrad verliehen. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches wurde Kameke am 8. Mai 1888 mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt" (Wikipedia).zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenh. Widmung mit Unterschrift „Benn“. Ohne Ort (Paris), September 1929, 8°. 1 Seite.
1500 €
"Der Galerie Mathiesen von ihrem Arzt u. Verehrer Benn". - Die Widmung gilt dem Berliner Kunsthändler Franz Zatzenstein-Mathiesen (1898-1963), der Benn im Spätsommer 1929 auf eine Einkaufsreise mit Auto und Chauffeur durch Frankreich mitgenommen hatte. Es war die vierte und letzte größere Reise Benns durch Frankreich. In "Doppelleben" schrieb Benn über Zatzenstein: "Er war Kunsthändler, Inhaber einer bekannten Gemäldegalerie, wird fuhren in seinem großen Horch von Berlin über Paris, Biarritz nach Spanien, vor allem aber in Südfrankreich herum und in den Pyrenäen [...] Wir gingen dann in den kleinen Orten in die entsprechenden Etablissements, auch in Schlösser und mit besonderer Vornehmheit in einige Klöster [...] Reisen, die ich mir nie selber hätte leisten können - ..."Der Galerie Mathiesen von ihrem Arzt u. Verehrer Benn". - Die Widmung gilt dem Berliner Kunsthändler Franz Zatzenstein-Mathiesen (1898-1963), der Benn im Spätsommer 1929 auf eine Einkaufsreise mit Auto und Chauffeur durch Frankreich mitgenommen hatte. Es war die vierte und letzte größere Reise Benns durch Frankreich. In "Doppelleben" schrieb Benn über Zatzenstein: "Er war Kunsthändler, Inhaber einer bekannten Gemäldegalerie, wird fuhren in seinem großen Horch von Berlin über Paris, Biarritz nach Spanien, vor allem aber in Südfrankreich herum und in den Pyrenäen [...] Wir gingen dann in den kleinen Orten in die entsprechenden Etablissements, auch in Schlösser und mit besonderer Vornehmheit in einige Klöster [...] Reisen, die ich mir nie selber hätte leisten können - unvergeßliche Tage am Atlantik, in den Monts Maudits und an der Mediterranee." - Auf dem Umschlag von: BIFUR. No. 1. Paris, Editions du Carrefour (1929). 4°. 191 S. OKart. (Hinterdeckel lose). - Nr. 992 von 3000 Ex. (Gesamtaufl. 3200). - Das Heft enthält auf den Seiten 5-15 von Benn "Element premier", die von Iwan Goll übersetzte französische Fassung des Essays "Urgesicht", der kurz vorher in der Neuen Rundschau erschienen war. Mit diesem Beitrag eröffnete die kurzlebige französische Avantgarde-Zeitschrift ihre Tätigkeit; weitere Beiträge stammen von etwa Cendrars, Soupault und Tzara, die Fotos von A. Kertesz, G. Krull, L. Moholy-Nagy u. a. - Nicht bei Lohner-Z. - Leicht gebräunt und fleckig.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Benn“. Berlin, 27. VI. 1953, Gr.-8°. 1 Seite. Briefkopf.
1500 €
An den Schriftsteller Leo Matthias (1883-1970; Pseud. L. L. Lawrence) in Ascona: "Lieber Matthias, schnell die Antwort ehe ich selbstverständlich Ihnen die Bescheinigung sofort sende. Ich war ja oft in der Prinzregentenstrasse bei Ihnen. Ich hätte längst geschrieben, aber mir geht es sehr mies. Ging zum Arzt, da ich an Schwindelanfällen litt u. Herzbeschwerden: sehr hoher Blutdruck, darf nicht mehr rauchen, trinken, essen, muss abmagern u. liegen - übler Zustand - ('wem die Stunde schlägt'). Morgen diktiere ich die Bescheinigung. Herzlichen Gruss, auch von meiner Frau [...]" - Bei der erwähnten Bescheinigung ging es wahrscheinlich um die Zeugenschaft für eine Wiedergutmachung der zerbombten Wohnung von Matthias, denn Benn schrieb am 3. April 1956 an Egmont Seyerlen: "Leo Matthias ...An den Schriftsteller Leo Matthias (1883-1970; Pseud. L. L. Lawrence) in Ascona: "Lieber Matthias, schnell die Antwort ehe ich selbstverständlich Ihnen die Bescheinigung sofort sende. Ich war ja oft in der Prinzregentenstrasse bei Ihnen. Ich hätte längst geschrieben, aber mir geht es sehr mies. Ging zum Arzt, da ich an Schwindelanfällen litt u. Herzbeschwerden: sehr hoher Blutdruck, darf nicht mehr rauchen, trinken, essen, muss abmagern u. liegen - übler Zustand - ('wem die Stunde schlägt'). Morgen diktiere ich die Bescheinigung. Herzlichen Gruss, auch von meiner Frau [...]" - Bei der erwähnten Bescheinigung ging es wahrscheinlich um die Zeugenschaft für eine Wiedergutmachung der zerbombten Wohnung von Matthias, denn Benn schrieb am 3. April 1956 an Egmont Seyerlen: "Leo Matthias war im Sommer hier, lebt jetzt in Ascona, holt hier Wiedergutmachungsgelder, ist der unausgeglichenste u. undisciplinierteste Mann, dem ich begegnet bin [...]" - Matthias war Reiseschriftsteller: sein Buch "Ausflug nach Mexiko" (1926) befindet sich in Benns Nachlassbibliothek. Er verschaffte Benn den Kontakt zum Verlag "Die Schmiede", wo 1927 die "Gesammelten Gedichte" erschienen. Matthias emigrierte 1933 über Mittel- und Südamerika in die USA; er starb in Ascona.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Benn“. Ohne Ort und Jahr [Berlin], 28. VI. 1949, 4°. 1 Seite. Blau getöntes Papier.
1500 €
An den Historiker Alfred Vagts (1892-1986) in Cambridge, Massachusetts, der Benns misslungenen Gebrauch von Anglizismen bemängelt hatte : "[...] vielleicht entsprechen Essays mehr Ihrem Geschmack als Lyrik und Gespräche und Sie entdecken nicht so viel Mängel und Inkorrektheiten darin. Vielen Dank für Ihren lehrreichen Brief u. anbei die Totenrede auf Klabund [...]" Damit endet der Briefwechsel mit Alfred Vagts. - Beiliegend: Vagts, Alfred, Masch. Brief mit eigenh. U. Sherman, Connecticut, 3. XII. 1957. 2 Seiten. Gelocht. - An den Limes-Verleger Max Niedermayer in Wiesbaden mit Dank für die Briefausgabe von 1957: "auf S. 101 muss es statt 'ships' - 'chips' heissen. Das ist einer der mehrfachen 'slips', die G. B. beim Gebrauch des Englischen im multilingualen Gedicht so leicht ...An den Historiker Alfred Vagts (1892-1986) in Cambridge, Massachusetts, der Benns misslungenen Gebrauch von Anglizismen bemängelt hatte : "[...] vielleicht entsprechen Essays mehr Ihrem Geschmack als Lyrik und Gespräche und Sie entdecken nicht so viel Mängel und Inkorrektheiten darin. Vielen Dank für Ihren lehrreichen Brief u. anbei die Totenrede auf Klabund [...]" Damit endet der Briefwechsel mit Alfred Vagts. - Beiliegend: Vagts, Alfred, Masch. Brief mit eigenh. U. Sherman, Connecticut, 3. XII. 1957. 2 Seiten. Gelocht. - An den Limes-Verleger Max Niedermayer in Wiesbaden mit Dank für die Briefausgabe von 1957: "auf S. 101 muss es statt 'ships' - 'chips' heissen. Das ist einer der mehrfachen 'slips', die G. B. beim Gebrauch des Englischen im multilingualen Gedicht so leicht passierten. Ich musste fast heulen, als ich ihn auf der Sprechplatte statt Fifth - wie in Hilfe - Feifth Avenue aussprechen hörte. Denn eigentlich kam es hierüber zwischen uns zu einem Bruch [...] Ich hatte ihm geschrieben, er möchte doch mit dem Englischen, das er in seine Verse tat, ein wenig vorsichtiger sein. Das brachte ihn schrecklich auf und seine Rückäusserung machte mich fortab mund- oder schreibtot im Verhältnis zu ihm [...] Am ärgerlichsten waren in Beziehung zu Benn immer die Gespräche über Politisches - er wollte partout nicht sehen, dass sein Nihilismus in diesen Dingen eben nur in der Weimarer Republik gelebt und geduldet werden konnte [...] aber keinesfalls unter den Nazis [...]" - Am 31. März 1957 schrieb Vagts an Benns Witwe: "Ich habe mich damals und dabei wohl einer gewissen Beckmesserei schuldig gemacht und er liess mich dies empfinden". - Von den Briefen Benns an Vagts wurden in der Ausgabe von 1957 zwei (S. 114 und 140) gedruckt.zzgl. Versandkosten
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Berg, Alban, Komponist (1885-1935).
Der Wein. Konzertarie mit Orchester. (Partitur). Wien, Universal-Edition, 1931, Gr.-Fol. (36 x26,5 cm) 56 S. Graue OKart. mit grünem Lwd.-Rücken (leicht fleckig, unteres Gelenk etw. lädiert), Vorderdeckel mit masch. Aufkleber; in blauem Hlwd.-Schuber..
1480 €
Äußerst seltene, nie im Handel erschienene Erstausgabe der vollständigen Orchesterpartitur, die auch Redlich in seiner wichtigen Berg-Biographie unbekannt blieb ("Partitur nicht veröffentlicht"). - Arbeitsexemplar von Karl Böhm mit eigh. Besitzvermerk. - Am Schluß des Bandes ist das Titelblatt zu dem von Erwin Stein geschaffenen und 1930 erschienenen Klavierauszug eingeklebt. Es weist eine eigenh. Widmung von Alban Berg an Karl Böhm auf, datiert Darmstadt 28. Februar 1931: "Auf Ihr Wohl, mein lieber Doktor Böhm: [DE]N [WEIN], und wenn's auch nur ein österreichischer ist, [Alban Berg] in Darmstadt am 28. 2. 31". Berg hat den Titeldruck in seine Widmung mit einbezogen. - Im Frühjahr 1929 war Ruzena Herlinger, eine auf zeitgenössische Musik spezialisierte Wiener Sängerin ...Äußerst seltene, nie im Handel erschienene Erstausgabe der vollständigen Orchesterpartitur, die auch Redlich in seiner wichtigen Berg-Biographie unbekannt blieb ("Partitur nicht veröffentlicht"). - Arbeitsexemplar von Karl Böhm mit eigh. Besitzvermerk. - Am Schluß des Bandes ist das Titelblatt zu dem von Erwin Stein geschaffenen und 1930 erschienenen Klavierauszug eingeklebt. Es weist eine eigenh. Widmung von Alban Berg an Karl Böhm auf, datiert Darmstadt 28. Februar 1931: "Auf Ihr Wohl, mein lieber Doktor Böhm: [DE]N [WEIN], und wenn's auch nur ein österreichischer ist, [Alban Berg] in Darmstadt am 28. 2. 31". Berg hat den Titeldruck in seine Widmung mit einbezogen. - Im Frühjahr 1929 war Ruzena Herlinger, eine auf zeitgenössische Musik spezialisierte Wiener Sängerin tschechischer Herkunft, die Berg über die ISCM kennengelernt hatte, an den Komponisten mit der Bitte heran, eine Arie mit Orchesterbegleitung für sie zu schreiben. Sie bot dem Komponisten ein Honorar von fünftausend österreichischen Schilling an, was sehr verlockend war, obwohl der Auftrag eine Unterbrechung der Arbeit an "Lulu" bedeutete. Berg entschied sich für Baudelaires "Le Vin" in der deutschen Übersetzung von Stefan George und begann Ende Mai mit der Komposition, die er am 23. Juli bzw. einen Monat später mit der vollständigen Orchestrierung abschloss. - Neben dem Autograph von Berg ist das vorliegende Handexemplar von Karl Böhm (1894-1981) durch die außerordentlich vielen und wichtigen, auf den Komponisten zurückgehenden Eintragungen in blauem und rotem Bleistift, die wohl wichtigste Quelle zu dieser Komposition von Berg. Karl Böhm war in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg am engsten mit Bergs Musik verbunden und hat in den frühen 1960er Jahren "Wozzeck" und "Lulu" für die Deutsche Grammophon aufgenommen. - Erste Seite der Partitur mit hinterlegten Einrissen (Klebeband). - Vgl. Hans Schneider Kat. 285 (1985), Nr. 421 (7200.- DM).zzgl. Versandkosten
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Grieg, Edvard, Komponist (1843-1907).
Eigenh. Postkarte mit Unterschrift Kopenhagen „Hotel Fönix“, 24. III. 1902, 1 Seite. Mit Adresse.
1450 €
Norwegisch an Sophie Mörch in England über sein Lied "Frühling" op. 33, 2 [Übersetzung]: "[...] Eine große Anzahl meiner Lieder wurden mit französischem Text veröffentlicht, - darunter auch 'Våren' - von meinem Verleger in Leipzig, C. F. Peters. Dieses Lied wurde in Norwegen geschrieben. Digter af Vinje ['Digte af Aasmund Olavsson Vinje' op. 33] ist eine melancholische Betrachtung des Frühlings, der 'vielleicht der letzte ist' [...]" - Montagespur am Kopf der Adressseite.Norwegisch an Sophie Mörch in England über sein Lied "Frühling" op. 33, 2 [Übersetzung]: "[...] Eine große Anzahl meiner Lieder wurden mit französischem Text veröffentlicht, - darunter auch 'Våren' - von meinem Verleger in Leipzig, C. F. Peters. Dieses Lied wurde in Norwegen geschrieben. Digter af Vinje ['Digte af Aasmund Olavsson Vinje' op. 33] ist eine melancholische Betrachtung des Frühlings, der 'vielleicht der letzte ist' [...]" - Montagespur am Kopf der Adressseite.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „B.“. Ohne Ort (Berlin), 21. X. 1933, Gr.-4° (27,5 x 22 cm). 1 Seiten. Briefkopf „Dr. med. Gottfried Benn“. Mit eigenhändigen Umschlag.
1400 €
An die Journalistin Käthe von Porada (1891-1985) in Pistyan (Piestany), einem Heilbad im Westen der Slowakei, "Thermia Palace Hotel". Der neunzehnte Brief der Folge: "Liebste Kati, gnädige Frau, | ich sass nicht nur in Arbeit, ich hatte Krach, musste mich meiner Haut wehren nach den verschiedensten Seiten, Briefe diktieren, eine Rundfunksache arbeiten, Proben dazu mitmachen (mit Musik), sehr viel in der Praxis zu tun, seit Langem endlich mal wieder, kurz: Gedenken an Kati eine Fülle, aber keine Ruhe zum Schreiben und Betrachten. Ihre Tochter sieht sehr lieb aus, ähnelt Ihnen atmosphärisch sehr, fluidummässig. Ihre weissen Haare - wo haben Sie die bezogen? Nicht von Ihnen, gnädige Frau. Und wenn: besonders süss! Alles in Ordnung, chère Kati. Bestens! Nur innerlich zum Bersten mit ...An die Journalistin Käthe von Porada (1891-1985) in Pistyan (Piestany), einem Heilbad im Westen der Slowakei, "Thermia Palace Hotel". Der neunzehnte Brief der Folge: "Liebste Kati, gnädige Frau, | ich sass nicht nur in Arbeit, ich hatte Krach, musste mich meiner Haut wehren nach den verschiedensten Seiten, Briefe diktieren, eine Rundfunksache arbeiten, Proben dazu mitmachen (mit Musik), sehr viel in der Praxis zu tun, seit Langem endlich mal wieder, kurz: Gedenken an Kati eine Fülle, aber keine Ruhe zum Schreiben und Betrachten. Ihre Tochter sieht sehr lieb aus, ähnelt Ihnen atmosphärisch sehr, fluidummässig. Ihre weissen Haare - wo haben Sie die bezogen? Nicht von Ihnen, gnädige Frau. Und wenn: besonders süss! Alles in Ordnung, chère Kati. Bestens! Nur innerlich zum Bersten mit Trümmern und Modder angefüllt. Muß arbeiten. Tausend Grüsse und Küsse auf die Hand! [...]" - Druck: Meine Begegnung mit G. B., S. 142. - Die "Rundfunksache" ist "Zucht und Zukunft. Vortrag, gehelten im Oktober 1933 in der Berliner Funkstunde" (Druck in Eckart, X, 1, 1934 sowie den Gesamtausgaben). Benn lernte die ältere der beiden Töcher, Edith von Porada, spätere Archäologin, in Berlin kennen ( Meine Begegnung mit G. B., S. 127).zzgl. Versandkosten
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Wilson, Woodrow, 28. Präsident der Vereinigten Staaten und Friedensnobelpreisträger (1856-1924).
Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift „Woodrow Wilson“ (etw. blass). Washington, „The White House“, 15 II. 1917, 4° (22 x 17,5 cm). 1 Seite. Briefkopf.
1250 €
An den Federal Reserve Governor Charles Sumner Hamlin (1861-1938), mit Dank für dessen Korrespondenz mit Mrs. J. Malcolm Forbes: "[...] I share with you the feeling that the work which societies such as the one she has been connected with have hitherto been doing can in the present circumstances, if continued, do nothing but harm by creating the impression that there are divided counsels amongst us. I am sure that Mrs. Forbes will believe me when I say that I am doing everything that I honorably can to keep the country out of war, and I think that the best way to support my efforts just now is to show that the whole country, at any rate the thoughtful element of it, is back of me. I would be very much obliged if you would convey some such counsel to Mrs. Forbes, whom I very much admire ...An den Federal Reserve Governor Charles Sumner Hamlin (1861-1938), mit Dank für dessen Korrespondenz mit Mrs. J. Malcolm Forbes: "[...] I share with you the feeling that the work which societies such as the one she has been connected with have hitherto been doing can in the present circumstances, if continued, do nothing but harm by creating the impression that there are divided counsels amongst us. I am sure that Mrs. Forbes will believe me when I say that I am doing everything that I honorably can to keep the country out of war, and I think that the best way to support my efforts just now is to show that the whole country, at any rate the thoughtful element of it, is back of me. I would be very much obliged if you would convey some such counsel to Mrs. Forbes, whom I very much admire and who I am sure will be moved by the highest patriotic purposes [...]" - Als nur 10 Tage später am 25. Februar 1917 mit der RMS Laconia ein weiteres britisches Passagierschiff mit US-Bürgern an Bord versenkt wurde, erklärte die US-Regierung unter Präsident Wilson dem Deutschen Reich am 6. April 1917 den Krieg. - Unser Brief ist zitiert in der grundlegenden Studie von J. D. Doeneke, Nothing less than war; a new history of America's entry into Worls War I, Lexington 2011, S. 260 und 343. Vgl. Woodrow Wilson, The Papers, Bd. 41, 233. - Gering verwischt.zzgl. Versandkosten
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Uecker, Günther, Künstler (geb. 1930).
Nagelbild. Ohne Titel. Graphitstift mit Nagel auf Zeichenkarton. Eigenhändig signiert und datiert „Uecker 90“. Ohne Ort (Düsseldorf), 1990, 10,5 x 15 cm. Beiliegend die Vorderseite des adressierten Umschlags.
1200 €
Nagel in den Zeichenkarton gestochen, von Uecker umrahmt und unten rechts signiert und datiert.Nagel in den Zeichenkarton gestochen, von Uecker umrahmt und unten rechts signiert und datiert.zzgl. Versandkosten
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Searle, Ronald, Grafiker und Zeichner (1920-2011).
Eigenh. kolorierte und signierte Federzeichnung mit Widmung und Paraphe am Unterrand. , Ohne Ort und Jahr, Blattgr.: 40,5 x 35 cm. Bildgr.: 27 x 30 cm. Zeichenkarton.
1200 €
Katze mit Hut reitet auf einem Bein stehend auf einem nach rechts aufspringendem Pferd. - Ähnliche Motive verwendete Searle in seinen Büchern "Cats. New and Revised Edition" und "Big Fat Cat Book". - Widmung in blauem Farbstift: "A Charles avec les meilleus voeux R. S." - Searle zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Zeichnern; Friedrich Dürrenmatt nannte ihn einen "Jonathan Swift an der Feder". - Oberrand etwas knittrigKatze mit Hut reitet auf einem Bein stehend auf einem nach rechts aufspringendem Pferd. - Ähnliche Motive verwendete Searle in seinen Büchern "Cats. New and Revised Edition" und "Big Fat Cat Book". - Widmung in blauem Farbstift: "A Charles avec les meilleus voeux R. S." - Searle zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Zeichnern; Friedrich Dürrenmatt nannte ihn einen "Jonathan Swift an der Feder". - Oberrand etwas knittrigzzgl. Versandkosten
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Kokoschka, Oskar, Maler (1886-1980).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „OKokoschka“. Ohne Ort (Wien), 28. XII. 1928, 4° (17x 17 cm). 4 Seiten. Doppelblatt.
1200 €
An den Kunstsalon Hermann Abels in Köln mit Dank für einen Brief: "[...] Ich hatte mit Cassirers wohl gesprochen und hoffe, daß man Ihnen wohl jetzt das Gewünschte zukommen lässt. Sie müssen anführen, dass man Ihnen auf meinen ausdrücklichen Wunsch folgende Bilder leihen solle: 1. Tiger 2. Katze 3. Mandrill (Alle drei verkäuflich). Ferner rate ich Ihnen dringend bei Herrn Prof. Leo Kestenberg Berlin [...] sein Portrait auf meinen Wunsch auszubitten. Ich glaube, wenn Sie eine Placierung in einem Museum dafür erreichen, so würde dieses Bild auch locker werden. Ferner bitten Sie Herrn Marcell von Nemes München [...] in meinen Namen: [...] um den 1. Marabout 2. Die Afrikanerinnen 3. Montblanc 4. Courmayeur (Landschaft) 5. Das neue von mir im Dez[ember] beendete Herrenportrait, ...An den Kunstsalon Hermann Abels in Köln mit Dank für einen Brief: "[...] Ich hatte mit Cassirers wohl gesprochen und hoffe, daß man Ihnen wohl jetzt das Gewünschte zukommen lässt. Sie müssen anführen, dass man Ihnen auf meinen ausdrücklichen Wunsch folgende Bilder leihen solle: 1. Tiger 2. Katze 3. Mandrill (Alle drei verkäuflich). Ferner rate ich Ihnen dringend bei Herrn Prof. Leo Kestenberg Berlin [...] sein Portrait auf meinen Wunsch auszubitten. Ich glaube, wenn Sie eine Placierung in einem Museum dafür erreichen, so würde dieses Bild auch locker werden. Ferner bitten Sie Herrn Marcell von Nemes München [...] in meinen Namen: [...] um den 1. Marabout 2. Die Afrikanerinnen 3. Montblanc 4. Courmayeur (Landschaft) 5. Das neue von mir im Dez[ember] beendete Herrenportrait, welches bei ihm steht, welches zusammen mit dem Kestenbergbild eine starke Wirkung haben muß. Die 4 anderen im Besitz des Herrn v. Nemes befindlichen Bilder stammen von meiner letzten Reise, wurden noch nicht in Deutschland gezeigt und müssten von größtem Interesse für Sie sein. Das ist alles, was ich im Moment thun kann. Ich wäre sehr neugierig, welche Bilder Sie überhaupt zusammengebracht haben oder bringen werden und bitte deshalb auf dem Laufenden gehalten zu werden. Sie sehen mein Interesse daran, daß ich eigentlich sonst principiell mich in keine öffentlichen, Werk- und Ausstellungsdinge mische [...]" - Die erwähnte, wegweisende Ausstellung fand vom 16. März bis 15. April 1929 statt; es erschien ein Katalog mit Einführung von Ernst Buchner. Der Kunstsammler Marcell von Nemes (1866-1930), den Kokoschka 1928 porträtierte, besaß ab 1921 Schloß Tutzing.zzgl. Versandkosten
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Debye, Peter, Physiker und Nobelpreisträger (1884-1966).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „P. Debye“. München, 7. X. 1933, Fol. 2 Seiten.
1200 €
An Max von Laue (1879-1960), kurz nach dessen Abwahl als Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, auf der es zum offenen Konflik mit der sog. "Deutschen Physik" gekommen war: "[...] Vor einigen Tagen erhielt ich einen Brief von Professor Hort in dem mir 1) mitgeteilt wird, dass an einer Vorbesprechung der Herren K. W. Wagner, Moenck und Hort in Aussicht genommen wurde alle Vorträge der Physikertagung in einem Hefte der Zeitschr. f. techn. Physik zusammenzufassen und mir 2) nahegelegt wird deshalb auf die Annahme und Veröffentlichung der Vorträge rein physikalischen Inhaltes in der Physikal. Zeitschr. zu verzichten. Ein Durchschlag des Besprechungsprotokolls ging an die Herren Mey, Debye, Wagner, Ramsauer, Rukop, Moenck, Hort und an den Verlag Barth. Ich habe (kurz ...An Max von Laue (1879-1960), kurz nach dessen Abwahl als Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, auf der es zum offenen Konflik mit der sog. "Deutschen Physik" gekommen war: "[...] Vor einigen Tagen erhielt ich einen Brief von Professor Hort in dem mir 1) mitgeteilt wird, dass an einer Vorbesprechung der Herren K. W. Wagner, Moenck und Hort in Aussicht genommen wurde alle Vorträge der Physikertagung in einem Hefte der Zeitschr. f. techn. Physik zusammenzufassen und mir 2) nahegelegt wird deshalb auf die Annahme und Veröffentlichung der Vorträge rein physikalischen Inhaltes in der Physikal. Zeitschr. zu verzichten. Ein Durchschlag des Besprechungsprotokolls ging an die Herren Mey, Debye, Wagner, Ramsauer, Rukop, Moenck, Hort und an den Verlag Barth. Ich habe (kurz gefasst) geantwortet, dass ich nicht auf den Vorschlag eingehen möchte, wegen der besonderen Belastung, welche damit den Physikern auferlegt werde. (Das Heft soll nur gegen besondere Bezahlung zugänglich sein, nur die Bezieher der Z. f. techn. Physik sollen es gratis erhalten) Ausserdem habe ich hervorgehoben, dass Verabredungen über die Veröffentlichung der in Betracht kommenden Vorträge in der Phys. Zeitschr. seit langem mit der D. Phys. Ges. bestünden, dass die Physiker ein Anrecht darauf hätten wie bisher unentgeltlich unterrichtet zu werden [...]. Merkwürdig kommt es mir bei der ganzen Angelegenheit vor, dass die D. Phys. Ges. nicht genannt wird, jedenfalls scheinen die Vertreter der reinen Physik gar keine Stimme zu haben. Ich möchte sehr gerne hören, wie Sie über die Angelegenheit denken [...]". - Max von Laue war von 1931 bis 1933 Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Auf der Physikertagung 1933 kam es bei der Wahl seines Nachfolgers Karl Mey zum Schlagabtausch mit Johannes Stark (1874-1957), der nach einer mutigen Rede von Max von Laue eine deutliche Niederlage einstecken musste. Der holländische Physiker Debye gab seit 1919 die der DPG nahestehende "Physikalische Zeitschrift" heraus. Von 1937 bis 1939 war er selbst Vorsitzender der DPG. Als das NS-Regime von ihm 1940 die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft verlangte, lehnte er dies ab, ließ sich beurlauben, emigrierte in die USA, blieb aber bis 1945 Herausgeber der "Physikalischen Zeitschrift". - Die "Zeitschrift für technische Physik" war von 1920 bis 1943 das Organ der Deutschen Gesellschaft für Technische Physik und wurde von Carl Ramsauer, Hans Rukop und Wilhelm Hort herausgegeben. - Gelocht. - Vgl. Hoffmann/Walker, Physiker zwischen Autonomie und Anpassung, Die Deutsche Physikalische Gesellschaft im Dritten Reich, Weinheim 2007.zzgl. Versandkosten
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Corinth, Lovis, Maler (1858-1925).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Lovis Corinth“. Berlin, 22. XI. 1917, 4° (19 x 14,5 cm). 2 Seiten. Doppelblatt mit Briefkopf.
1200 €
An Dr. Gieseke, der ein Bild bei ihm bestellt hatte: "[...] Theile Ihnen ergebenst mit, daß ich Dienstag der Spedition [...] den Auftrag gegeben habe, das von Ihnen erworbene Bild abzuholen und als Expressgut an Ihre Adresse abzuschicken; versichern ließ ich es für 5000 Mark. Nach Empfang bitte ich mir die Summe von 6000 Mark an mein Bank.Dep. K.-C. der Deutschen Bank [...] gütigst zugehen zu lassen. Nach Verabredung einigten wir uns auf Kriegsanleihe, sagte aber telephonisch, daß ich in finanziellen Beziehungen wenig Bescheid wüßte und deshalb annehmen muß, daß die Summe gleichwerthig der Abmachung sein dürfte [...]" - Schöner Brief.An Dr. Gieseke, der ein Bild bei ihm bestellt hatte: "[...] Theile Ihnen ergebenst mit, daß ich Dienstag der Spedition [...] den Auftrag gegeben habe, das von Ihnen erworbene Bild abzuholen und als Expressgut an Ihre Adresse abzuschicken; versichern ließ ich es für 5000 Mark. Nach Empfang bitte ich mir die Summe von 6000 Mark an mein Bank.Dep. K.-C. der Deutschen Bank [...] gütigst zugehen zu lassen. Nach Verabredung einigten wir uns auf Kriegsanleihe, sagte aber telephonisch, daß ich in finanziellen Beziehungen wenig Bescheid wüßte und deshalb annehmen muß, daß die Summe gleichwerthig der Abmachung sein dürfte [...]" - Schöner Brief.zzgl. Versandkosten
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Altenberg, Peter, Schriftsteller (1859-1919).
Eigenh. Manuskript mit Widmung und Unterschrift Ohne Ort [Wien], Mai 1906, Gr.-4° (29 x 23 cm). 2 Seiten. Doppelblatt.
1200 €
Für den Mäzen und Möbelfabrikanten Max Schmidt (1861-1935): "Amour. (Privat einem Freunde mitgeteilt) | Entre vos douces jambes de neige, madame, j'ai donné mes baisers les plus sacrés - - -. Et ma bouche tremblante buvait vos humidités célestes, comme l'Arabe s'ennivre [so!] de l'eau limpide de l'oasis! Votre bonheur seul est le mien - - - je suis en ce cas altruiste - - - - - et ma volupté à moi ne m'est rien! Dir, Dir, Geliebte, muß es kommen, soll es mir frommen - - - ! Les doux frissons de votre ventre aimé me sont plus chers que les secoumens [so!] de mes épines dorsales! Laisser-moi donner un baiser de feu entre vos douce jambes de neige, afin que le feu qui me tue et me brûle, donne la vie à votre corp de marbre! Ma volupté à moi ne m'est rien - - - votre bonheur ...Für den Mäzen und Möbelfabrikanten Max Schmidt (1861-1935): "Amour. (Privat einem Freunde mitgeteilt) | Entre vos douces jambes de neige, madame, j'ai donné mes baisers les plus sacrés - - -. Et ma bouche tremblante buvait vos humidités célestes, comme l'Arabe s'ennivre [so!] de l'eau limpide de l'oasis! Votre bonheur seul est le mien - - - je suis en ce cas altruiste - - - - - et ma volupté à moi ne m'est rien! Dir, Dir, Geliebte, muß es kommen, soll es mir frommen - - - ! Les doux frissons de votre ventre aimé me sont plus chers que les secoumens [so!] de mes épines dorsales! Laisser-moi donner un baiser de feu entre vos douce jambes de neige, afin que le feu qui me tue et me brûle, donne la vie à votre corp de marbre! Ma volupté à moi ne m'est rien - - - votre bonheur seul est le mien!! Philosophie de la vie - - - - - tu es la vie de la philosophie! [...]" - Wohl unveröffentlicht.zzgl. Versandkosten
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Puccini, Giacomo, Komponist (1858-1924).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „G P“. Mailand, Via Verdi, 4, 21. I. 1917, Gr.-8° (24,5 x 15,5 cm). 1 Seite. Briefkopf. Patentbrief. Rückseitig Adresse und Frankatur.
1200 €
An Giovacchino Forzano in Viareggio mit Aufträgen, die dringend zu erledigen seien. Sodann über den Operndirektor von Monte Carlo, Raoul Gunsbourg (1860-1955): "[...] Urge parlare a Ucini di Fiesole perchè [...] è venuto un circolare che domanda i nomi die essere trasmessi sulle tive del biondo [...] E l'ebreo de la Côte d' azur è inquieto e reclama la musica ! [...]" - Puccinis Oper "La rondine" (Die Schwalbe) war ursprünglich eine Auftragsoper für das Carltheater in Wien, wurde aber wegen des Ersten Weltkriegs am 27. März 1917 im Opernhaus von Monte Carlo uraufgeführt. Diese Premiere war die letzte Uraufführung einer seiner Opern, die Puccini selbst miterlebte.An Giovacchino Forzano in Viareggio mit Aufträgen, die dringend zu erledigen seien. Sodann über den Operndirektor von Monte Carlo, Raoul Gunsbourg (1860-1955): "[...] Urge parlare a Ucini di Fiesole perchè [...] è venuto un circolare che domanda i nomi die essere trasmessi sulle tive del biondo [...] E l'ebreo de la Côte d' azur è inquieto e reclama la musica ! [...]" - Puccinis Oper "La rondine" (Die Schwalbe) war ursprünglich eine Auftragsoper für das Carltheater in Wien, wurde aber wegen des Ersten Weltkriegs am 27. März 1917 im Opernhaus von Monte Carlo uraufgeführt. Diese Premiere war die letzte Uraufführung einer seiner Opern, die Puccini selbst miterlebte.zzgl. Versandkosten
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Münter, Gabriele, Malerin (1877-1962).
Eigenhändiger Brief und kleiner Notizzettel mit Unterschrift Murnau am Staffelsee, 7. VIII. 1952, Fol. und 8°. 3 Seiten. Gedruckter Briefkopf.
1000 €
An die Fotografin Felicitas Timpe: "[...] Darf ich Ihnen noch eine kleine Bestellung aufgeben. Schönsten Dank, daß Sie bei Ihrer Arbeitsüberlastung fertig brachten daß wir die Bilder doch noch bekamen. Können wir nun (möglichst bald) folgende Kopien bekommen? 1, 2, 9, 17, 27, 36. Diese bitte wenn möglich auf einem weniger steifen Papier, so daß man sie leicht einkleben kann [...] Wenn es Ihnen nicht zu viel Umstände macht, bitten wir um Abzüge 6 x 9 cm. Und lieber als Hochglanz hätten wir Abzüge in Seidenglanz. N. 38 möchte ich 6x9 noch einmal haben, aber nur wegen der Hände, die Sie abgeschnitten hatten - auch sonst bitte keine Figuren an den Rändern weg schneiden wie bei 18, wo eine halbe Figur rechts weggeschnitten ist [...]". - Beiliegend ein eigenh. Notizzettel mit ...An die Fotografin Felicitas Timpe: "[...] Darf ich Ihnen noch eine kleine Bestellung aufgeben. Schönsten Dank, daß Sie bei Ihrer Arbeitsüberlastung fertig brachten daß wir die Bilder doch noch bekamen. Können wir nun (möglichst bald) folgende Kopien bekommen? 1, 2, 9, 17, 27, 36. Diese bitte wenn möglich auf einem weniger steifen Papier, so daß man sie leicht einkleben kann [...] Wenn es Ihnen nicht zu viel Umstände macht, bitten wir um Abzüge 6 x 9 cm. Und lieber als Hochglanz hätten wir Abzüge in Seidenglanz. N. 38 möchte ich 6x9 noch einmal haben, aber nur wegen der Hände, die Sie abgeschnitten hatten - auch sonst bitte keine Figuren an den Rändern weg schneiden wie bei 18, wo eine halbe Figur rechts weggeschnitten ist [...]". - Beiliegend ein eigenh. Notizzettel mit einer genauen Auflistung der gewünschten Fotografien mit detaillierten Angaben wie "nichts abschneiden rechts" oder "mit ganzen Händen". - Felicitas Timpe (1923-2006) fotografierte die Eröffnung der "Ausstellung Gabriele Münter - Werke aus fünf Jahrzehnten" am 16. Mai 1952. - Die Porträt- und Theaterfotografin absolvierte 1940-42 ein Studium an der Münchner Blocherer Schule für Freie Malerei, Gebrauchsgrafik und Textilentwurf. Gleichzeitig belegte sie an der Universität München die Fächer Kunstgeschichte, Literatur und Theaterwissenschaft. 1945 begann sie ein Volontariat als Photographin bei der A-Z Werbung (Rex-Film) in Berlin. Ein Jahr später kehrte sie nach München zurück, wo sie seit 1950 als freie Bildjournalistin arbeitete. Schwerpunkte ihres Werks waren Porträts aus dem wissenschaftlichen, kulturellen und öffentlichen Leben der Stadt München. Ihr Nachlass befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek.zzgl. Versandkosten
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Lindbergh, Charles, Flugpionier (1902-1974).
Eigenh. Signatur „Charles A. Lindbergh“, dazu eigenh. Signatur seiner Frau „Anne Lindbergh“ (1906-2001) und deren eigenh. Datierung. Ohne Ort (wahrscheinlich Berlin), 12. X. 1937, Kl.-4° (18,5 x 14 cm). 1 Seite.
1000 €
Albumblätter zusammen mit seiner Frau und Copilotin Anne Morrow Lindbergh sind sehr selten. - Die Lindberghs hatten 1936 die Olympiade in Berlin besucht. "On 11 October 1937, Lindbergh and his wife Anne flew on their second trip to Germany. It was an unofficial visit and Lindbergh met with no Third Reich officials, but he did visit airfields and factories in Bremen and Pomerania and once again was impressed with Luftwaffe technology and capabilities. A few months later, Lindbergh was invited to examine the air forces of Czechoslovakia and Russia, but was unimpressed in comparison to what he had seen in Germany. 'Germany now has the means of destroying London, Paris and Prague if she wishes to do so', Lindbergh said. 'I am convinced that it is wiser to permit Germany's eastward expansion ...Albumblätter zusammen mit seiner Frau und Copilotin Anne Morrow Lindbergh sind sehr selten. - Die Lindberghs hatten 1936 die Olympiade in Berlin besucht. "On 11 October 1937, Lindbergh and his wife Anne flew on their second trip to Germany. It was an unofficial visit and Lindbergh met with no Third Reich officials, but he did visit airfields and factories in Bremen and Pomerania and once again was impressed with Luftwaffe technology and capabilities. A few months later, Lindbergh was invited to examine the air forces of Czechoslovakia and Russia, but was unimpressed in comparison to what he had seen in Germany. 'Germany now has the means of destroying London, Paris and Prague if she wishes to do so', Lindbergh said. 'I am convinced that it is wiser to permit Germany's eastward expansion than to throw England and France, unprepared, into a war at this time'. Although Lindbergh believed the German Luftwaffe was unstoppable in Europe, it is not clear to what degree he ever became a Nazi sympathizer per se. 'I was far from being in accord with the philosophy, policy, and actions of the Nazi government', he later wrote. Clearly, to him the Soviet Union and communism posed a much greater threat to Europe and 'Western Civilization' as he called it, and a strong Nazi Germany could protect Western Europe from the Russians." (Jim Bredemus, "The 'Lonely Eagle': Charles Lindbergh's Involvement in WWII Politics").zzgl. Versandkosten
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Horstius (Horst), Gregor, Arzt (1578-1636).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Gregor. Horstius mpp.“. Witttenberg, 15. V. 1607, Fol. (32 x 20cm). 1 Seite. Mit Adresse und kleinem Siegelausschnitt sowie kleiner Montagespur.
1000 €
In lateinischer Sprache an den Mediziner und Freund von Kepler Johannes Oberndorffer (1549-1625) in Regensburg. - Aufgrund seiner herausragenden Tätigkeit als Mediziner und seiner für die Zeit sehr frühen Rationalisierung der medizinischen Wissenschaft, wurde Horstius von seinen Zeitgenossen als Practicus prudens (erfahrener Praktiker) und als "Äskulap der Deutschen" tituliert. Er unternahm den Versuch, die hermetische Medizin des Paracelsus mit der klassischen hippokratischen Medizin zu vereinigen. Im Laufe seines Wirkens tritt eine Mathematisierung seiner Lehre der Physiologie und Anatomie ein, die in dieser Form erst die rationale Medizin des 18. Jahrhunderts bestimmen sollte. Er gilt damit neben Andreas Vesalius als Wegbereiter der Anatomie in der Neuzeit. Horstius wurde 1608 als ...In lateinischer Sprache an den Mediziner und Freund von Kepler Johannes Oberndorffer (1549-1625) in Regensburg. - Aufgrund seiner herausragenden Tätigkeit als Mediziner und seiner für die Zeit sehr frühen Rationalisierung der medizinischen Wissenschaft, wurde Horstius von seinen Zeitgenossen als Practicus prudens (erfahrener Praktiker) und als "Äskulap der Deutschen" tituliert. Er unternahm den Versuch, die hermetische Medizin des Paracelsus mit der klassischen hippokratischen Medizin zu vereinigen. Im Laufe seines Wirkens tritt eine Mathematisierung seiner Lehre der Physiologie und Anatomie ein, die in dieser Form erst die rationale Medizin des 18. Jahrhunderts bestimmen sollte. Er gilt damit neben Andreas Vesalius als Wegbereiter der Anatomie in der Neuzeit. Horstius wurde 1608 als Professor für Anatomie und Botanik nach Gießen berufen. Im Jahr darauf wurde er Leibarzt des Universitätsgründers Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt, wodurch er erheblichen politischen Einfluss gewann. - Etw. gebräunt. - Sehr selten: Kalliope kennt nur seine 9 Briefe an Bauhin in Basel. Nicht im Handel nachweisbar.zzgl. Versandkosten
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Gulbransson, Olaf, Zeichner und Graphiker (1873-1958).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Olaf“ und silhouettenartiger Tuschfederzeichnung. Ohne Ort und Jahr (Tegernsee, 1942), Fol. (29,5 x 21 cm). 1 Seite.
1000 €
An den Verleger (Albert Langen) Korfiz Holm (1872-1942) aus Anlass des Todes seiner Frau Annie (1870-1942): "Mein lieber Korfitz - und ich kann mich die liebe Annie nicht anders vorstellen als wie sie war in Finsterwald - die Franz Josefsstrasse - wie sie mir geholfen hat mit meinen ersten Frack - bei [dem Hofschneider Gabriel] Schöllhorn. Immer war sie so hilfsbereit und lieb zu mir. Und jetzt ists aus. Korfitz jetzt kratzen wir alle ab - schöner war es - wie wir noch alle beinander waren. Dein alter Olaf." - Korfiz Holm hatte 1899 verwitwete Augusta "Annie" Ziemann (geb. Schleich) geheiratet, die drei Töchter mit in die Ehe brachte. - Die schöne Tuschpinselzeichung zeigt die Hand des Künstlers, die von oben zwei Glockenblumen reicht, schwarz getuscht als Schattenriss. - Papier ...An den Verleger (Albert Langen) Korfiz Holm (1872-1942) aus Anlass des Todes seiner Frau Annie (1870-1942): "Mein lieber Korfitz - und ich kann mich die liebe Annie nicht anders vorstellen als wie sie war in Finsterwald - die Franz Josefsstrasse - wie sie mir geholfen hat mit meinen ersten Frack - bei [dem Hofschneider Gabriel] Schöllhorn. Immer war sie so hilfsbereit und lieb zu mir. Und jetzt ists aus. Korfitz jetzt kratzen wir alle ab - schöner war es - wie wir noch alle beinander waren. Dein alter Olaf." - Korfiz Holm hatte 1899 verwitwete Augusta "Annie" Ziemann (geb. Schleich) geheiratet, die drei Töchter mit in die Ehe brachte. - Die schöne Tuschpinselzeichung zeigt die Hand des Künstlers, die von oben zwei Glockenblumen reicht, schwarz getuscht als Schattenriss. - Papier leicht wellig.zzgl. Versandkosten
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Berg, Alban, Komponist (1885-1935).
Eigenh. Postkarte mit Unterschrift (Paraphe „Bg“, Bleistift) und Absender „Berg“. Wien, 15. XI. 1923 Mittag (Poststempel), 9 x 14 cm. 2 Seiten. Mit eigenh. Absender und Adresse.
1000 €
An seinen Schüler Herbert Strutz (1902-1973) in Wien, Rieglergasse 4: ""L[ieber] Str[utz] | Bitte rufen Sie Samstag früh (8-9) an wegen der Samstag-Stunde. Eventuell werde ich Sie statt nachm[ittag] schon am Vormittag zu mir bitten. Oder Sonntag vormittag. Herzlichst Ihr B[er]g." - Strutz studierte nach einer Buchhändlerlehre Komposition bei Alban Berg und war als Pianist, Komponist und Klavierlehrer tätig. Wegen einer "überspielten" linken Hand wandte er sich ab 1923 dem Journalismus zu. Seit 1934 war er Lektor im Österreichischen Bundesverlag, daneben Redakteur der Kulturzeitschrift "Österreichische Rundschau". 1945 wurde er Kunstkritiker der "Kärntner Volkszeitung" in Klagenfurt. - Leichte Wischspuren.An seinen Schüler Herbert Strutz (1902-1973) in Wien, Rieglergasse 4: ""L[ieber] Str[utz] | Bitte rufen Sie Samstag früh (8-9) an wegen der Samstag-Stunde. Eventuell werde ich Sie statt nachm[ittag] schon am Vormittag zu mir bitten. Oder Sonntag vormittag. Herzlichst Ihr B[er]g." - Strutz studierte nach einer Buchhändlerlehre Komposition bei Alban Berg und war als Pianist, Komponist und Klavierlehrer tätig. Wegen einer "überspielten" linken Hand wandte er sich ab 1923 dem Journalismus zu. Seit 1934 war er Lektor im Österreichischen Bundesverlag, daneben Redakteur der Kulturzeitschrift "Österreichische Rundschau". 1945 wurde er Kunstkritiker der "Kärntner Volkszeitung" in Klagenfurt. - Leichte Wischspuren.zzgl. Versandkosten
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Olshausen, Robert von, Gynäkologe (1835-1915).
7 eigenhändige Briefe und 2 eigenh. Briefkarten mit Unterschrift Berlin und Halle, 12. XII. 1875 bis 16. XI. 1910, verschied. Formate.
1000 €
Beiliegend ein Brieffragment (1 1/2 Seiten) sowie ein gedrucktes Portrait. - Olshausen studierte ab 1853 an den Universitäten Kiel und Königsberg Medizin. In Königsberg promovierte er 1857 mit der Arbeit "De laryngitis membranoeae epidemia" zum Doktor der Medizin. 1859 ging Olshausen an die Frauenklinik der Universität Berlin, ab 1861 war er als Assistent in Halle tätig, wo er sich im selben Jahr mit der Schrift "Observationum de partubus pelvi angusta impeditis particula" habilitierte. 1862 erfolgte seine Benennung zum außerordentlichen Professor und Direktor der Universitätsfrauenklinik. 1864 folgte seine Berufung zum ordentlichen Professor. In seine Zeit als Direktor der Frauenklinik fiel auch deren Neubau ab 1878. Um die Anwesenheit des Direktors in der Geburtshilfe ...Beiliegend ein Brieffragment (1 1/2 Seiten) sowie ein gedrucktes Portrait. - Olshausen studierte ab 1853 an den Universitäten Kiel und Königsberg Medizin. In Königsberg promovierte er 1857 mit der Arbeit "De laryngitis membranoeae epidemia" zum Doktor der Medizin. 1859 ging Olshausen an die Frauenklinik der Universität Berlin, ab 1861 war er als Assistent in Halle tätig, wo er sich im selben Jahr mit der Schrift "Observationum de partubus pelvi angusta impeditis particula" habilitierte. 1862 erfolgte seine Benennung zum außerordentlichen Professor und Direktor der Universitätsfrauenklinik. 1864 folgte seine Berufung zum ordentlichen Professor. In seine Zeit als Direktor der Frauenklinik fiel auch deren Neubau ab 1878. Um die Anwesenheit des Direktors in der Geburtshilfe gewährleisten zu können, erhielt dieser eine Dienstvilla neben der Klinik. Im Jahr 1879 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. In den Jahren 1880 und 1881 hatte Olshausen das Amt des Rektors der Universität Halle inne. Einen Ruf an die Universität Leipzig lehnte Olshausen 1886 ab, ging aber im folgenden Jahr nach Berlin, wo er die Nachfolge Karl Schroeders (18381887) antrat. Zum 100-jährigen Bestehen der Universität 1910 wurde er in den preußischen Adelsstand erhoben. Neben zahlreichen Beiträgen für wissenschaftliche Zeitschriften verfasste Olshausen auch Beiträge für Lehrbücher und widmete sich als Herausgeber der Fachzeitschrift "Zeitschrift für Geburtshilfe und Gynäkologie". Mit Johann Veit (1852-1917) überarbeitete er Karl Schroeders "Lehrbuch der Geburtshilfe mit Einschluss der Wochenbettkrankheiten und der Operationslehre".zzgl. Versandkosten
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Gulbransson, Olaf, Zeichner und Graphiker (1873-1958).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Olaf“ und silhouettenartiger Tuschfederzeichnung. Ohne Ort und Jahr (Tegernsee, 1942), Fol. (36 x 21 cm). 1 Seite. Kartonpapier.
1000 €
An die spätere Buchbinderin Edith Holm, die Tochter des Verlegers (Albert Langen) Korfiz Holm (1872-1942); Anlaß war wohl dessen Tod am 5. August 1942: "Meine liebe Edit. Ich war im Salzkammergut herum und zuletzt bei der Sattzburger Festspiele, und habe von nichts keine Ahnung gehabt. Unheimlich - es siet so aus - als ob die liebe Annie ihm direcht gerufen hast. Edit. - ich danke dir für sein kleines Buch. Sein letztes. Du liebe Edit - Ich weis nicht was ich sagen soll - Ich geb Dir meine Hand. Dein alter Olaf" (alles in Bleistiftversalien). - Korfiz Holms Frau Annie (1872-1942) war kurz zuvor verstorben. - Die schöne Tuschpinselzeichung zeigt die Hand des Künstlers, die von oben eine Glockenblume und eine Rose reicht, schwarz getuscht als Schattenriss. - Papier leicht wellig.An die spätere Buchbinderin Edith Holm, die Tochter des Verlegers (Albert Langen) Korfiz Holm (1872-1942); Anlaß war wohl dessen Tod am 5. August 1942: "Meine liebe Edit. Ich war im Salzkammergut herum und zuletzt bei der Sattzburger Festspiele, und habe von nichts keine Ahnung gehabt. Unheimlich - es siet so aus - als ob die liebe Annie ihm direcht gerufen hast. Edit. - ich danke dir für sein kleines Buch. Sein letztes. Du liebe Edit - Ich weis nicht was ich sagen soll - Ich geb Dir meine Hand. Dein alter Olaf" (alles in Bleistiftversalien). - Korfiz Holms Frau Annie (1872-1942) war kurz zuvor verstorben. - Die schöne Tuschpinselzeichung zeigt die Hand des Künstlers, die von oben eine Glockenblume und eine Rose reicht, schwarz getuscht als Schattenriss. - Papier leicht wellig.zzgl. Versandkosten
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Bismarck, Otto Fürst von, Reichskanzler (1815-1898).
Briefkonzept mit umfangreichen eigenh. Bleistiftkorrekturen bzw. -streichungen und Unterschrift „vB“. Berlin, 4. I. 1874, Gr.-Fol. (34,5 x 21,5 cm). 3 Seiten. Doppelblatt.
1000 €
An die Rittergutsbesitzerin Gräfin Emilie Bninska (geb. Lacka; 1826-1907) in Samostrzel bei Nakel (Kreis Wirsitz, Provinz Posen). Antwort auf ihren beiliegenden Brief (in französischer Sprache) vom 31. Dezember 1873 mit Glückwünsche und Schilderung eines Mißgeschicks ihres Gatten mit längerer eigenhändiger Einfügung Bismarcks: "Wenn ich auch [...] auf juristische Fragen meinen Einfluß nicht zu üben vermag, so habe ich doch das Bedürfnis Ihnen, gnäd. Gräfin die Anerkennung auszusprechen, welche [die ritterliche Loyalität und die Selbstlosigkeit Ihres H. Gemahls] in der öffentlichen Meinung findet. Hätten alle Beteiligten nach dem Beispiel des H. Grafen gehandelt, so würden die Verletzte schwerlich [so bedeutende Proportionen angenommen haben] und begründete Vorwürfe ...An die Rittergutsbesitzerin Gräfin Emilie Bninska (geb. Lacka; 1826-1907) in Samostrzel bei Nakel (Kreis Wirsitz, Provinz Posen). Antwort auf ihren beiliegenden Brief (in französischer Sprache) vom 31. Dezember 1873 mit Glückwünsche und Schilderung eines Mißgeschicks ihres Gatten mit längerer eigenhändiger Einfügung Bismarcks: "Wenn ich auch [...] auf juristische Fragen meinen Einfluß nicht zu üben vermag, so habe ich doch das Bedürfnis Ihnen, gnäd. Gräfin die Anerkennung auszusprechen, welche [die ritterliche Loyalität und die Selbstlosigkeit Ihres H. Gemahls] in der öffentlichen Meinung findet. Hätten alle Beteiligten nach dem Beispiel des H. Grafen gehandelt, so würden die Verletzte schwerlich [so bedeutende Proportionen angenommen haben] und begründete Vorwürfe Niemand gemacht werden können". - Sehr eindrucksvolles Beispiel, mit welcher Akribie Bismarck seine Korrenspondenz geführt und selbst gesteuert hat. - Ignacy Graf von Bninsky (1820-1893) war preußischer Graf, Gutsbesitzer und Politiker sowie 1855-93 Mitglied des Preußischen Herrenhauses. Er war aktiv im polnischen Vereinswesen und nahm 1846 sowie 1848 an den polnischen Aufständen teil. Anschließend nahm er eine loyalistische Position ein. Bninsky heiratete am 4. Februar 1845 in Neustadt bei Vinne Emilie Gräfin Lacka. - 2 Beilagen.zzgl. Versandkosten
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Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956).
Eigenh. Manuskript mit Unterschrift „Be“. Berlin, 6. I. 1949, 8°. 1 Seite.
1000 €
Korrekturen zu "Drei alte Männer" (1949) auf einem Blatt seines Rezeptblocks mit gedrucktem Kopf und seitlicher Lochung: "Zu: Drei A. Männer | 1) S. 18, Zeile 11: Gestalten, - | 2) S. 22, Zeile 6: Entspannungen | 3) S. 22, Zeile 16: Sch[l]äfen, zarte, - | 4) S. 37, Z. 17: Kongestion. (kein Fragezeichen) [...]" - Mit Bleistiftanmerkungen der Lektorin Marguerite Schlüter. - Mit Klebefilm auf den vorderen Innendeckel montiert von: Ders., Drei alte Männer. Gespräche. (1.-3. Tsd). Wiesbaden 1949. 48 S. OPp. - Am 6. Januar 1949 schrieb Benn an den Verleger Niedermayer: "wie sehr Druckfehler den Schreiber belasten und entsetzten [...] Zu Ihrer Orientierung lege ich Ihnen einen Zettel bei, auf dem die kleinen Satzfehler stehn, die ich in den 3AM gefunden habe." - Zahlreich sind Benns ...Korrekturen zu "Drei alte Männer" (1949) auf einem Blatt seines Rezeptblocks mit gedrucktem Kopf und seitlicher Lochung: "Zu: Drei A. Männer | 1) S. 18, Zeile 11: Gestalten, - | 2) S. 22, Zeile 6: Entspannungen | 3) S. 22, Zeile 16: Sch[l]äfen, zarte, - | 4) S. 37, Z. 17: Kongestion. (kein Fragezeichen) [...]" - Mit Bleistiftanmerkungen der Lektorin Marguerite Schlüter. - Mit Klebefilm auf den vorderen Innendeckel montiert von: Ders., Drei alte Männer. Gespräche. (1.-3. Tsd). Wiesbaden 1949. 48 S. OPp. - Am 6. Januar 1949 schrieb Benn an den Verleger Niedermayer: "wie sehr Druckfehler den Schreiber belasten und entsetzten [...] Zu Ihrer Orientierung lege ich Ihnen einen Zettel bei, auf dem die kleinen Satzfehler stehn, die ich in den 3AM gefunden habe." - Zahlreich sind Benns Bemerkungen über Druckfehler und sein Unwille zum Lesen von Korrekturen. Diese Arbeit überließ er gerne anderen, z. B. dem Brieffreund F. W. Oelze. Es war ein Glücksfall, dass 1949 die junge Diplom-Bibliothekarin Marguerite Schlüter in den Limes Verlag eintrat und von Beginn an die Lektorin des Bennschen Werks war. Benn hatte ein Faible für junge, gutaussehende, sportliche und intelligente Frauen. Da war er in Wiesbaden an der richtigen Adresse, denn neben dem Verleger Max Niedermayer stand diese mehrsprachige und in der deutschen Hockey-Nationalmannschaft spielende 21jährige Frau. - Benns Korrekturen wurden in der 2. Aufl. berücksichtigt. - Beiliegend ein weiteres Exemplar der Erstausgabe von "Drei alte Männer" mit dem Besitzvermerk "Marguerite Schlüter | Dezember 1948" und ihren Bleistifteintragungen der Korrekturen Benns.zzgl. Versandkosten
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